Umwelttipp für Oktober: Hornissen - friedliche Insektenjäger

Harmloser als Honigbienen
Zugegeben, die Hornisse  als eines der größten heimischen Insektenarten löst bei vielen zuerst instinktiv Unbehagen aus. Ihre auffallende, gelb-schwarze Warnzeichnung, ihr sonores Brummen, der schnelle und wendige Flug sind eindrucksvoll. Doch der Schein trügt: Hornissen sind wie Hummeln erstaunlich tolerante und friedfertige Tiere, die nicht grundlos angreifen. Scheuer als Honigbienen, ziehen sie es bei Gefahr vor zu flüchten. Und allen gruseligen Legenden zum Trotz: Ihr Stich ist nicht problematischer als ein Bienen- oder Wespenstich!
Schmerz lass nach: Der Stachel
Hornissen besitzen wie Bienen und Wespen einen Giftstachel, den sie zum Töten ihrer Beute, und wenn es nicht anders geht zur Verteidigung einsetzt. Hornissengift ist jedoch nicht gefährlicher als Bienen- oder Wespengift! Nicht einmal die Giftmenge eines gesamten Hornissenvolkes mit mehreren Hundert Tieren könnte einen Menschen töten. Selbst Kleinkinder haben nichts ernsthaftes zu befürchten. Hornissenstiche sind zwar lästig und durchaus schmerzend, aber kein ärztliches Problem. Es kommt zu einer Schwellung und Rötung, die bald wieder abklingt. Am besten gut kühlen!
Wie bei Bienen- oder Wespenstichen gilt natürlich, dass Stiche im Rachen oder Hals sofortige ärztliche Hilfe erfordern. Das ist anders als bei Wespen aber sehr unwahrscheinlich. Denn als stolze Insektenjäger interessieren sich Hornissen überhaupt nicht für den kuchengedeckten Kaffetisch, für zuckersüße Limo oder Speiseeis.
Ich bin allergisch
Aufpassen müssen wie bei vielen anderen Insektenstichen Allergiker: Sie reagieren auf bestimmte Eiweißkörper, die auch im Gift von Hornissen vorhanden sind, mit heftigen allergischen Reaktionen. Das hat aber nicht das Geringste mit der Giftwirkung zu tun. Personen mit einer häufiger auftretenden Bienengiftallergie sind nicht automatisch gegen Wespen und Hornissen allergisch! Betroffene Personen sollten das fachärtzlich prüfen lassen.
Mehr Informationen über Hornissen gibt es unter www.bund-naturschutz.de  Artenschutz