Umwelttipp für Februar: Wintersport

Die immer milderen Winter erlauben oft erst ab Mitte Januar das Skifahren, auch da ist die Schneedecke noch ziemlich dünn.

Bitte bedenken Sie aber: Für die 15 000 Liftanlagen in den Alpen mussten oft riesige Schneisen in den Bergwälder geschlagen werden. Der Boden im Pistenbereich wird skigerecht bearbeitet, verdichtet, mit schwerem Kunstschnee besprüht. Im Sommer sieht man dann wie so eine Piste aussieht, Erosionsrinnen, geschädigte Pflanzendecke. Gerade der Kunstschnee bleibt länger liegen, die in den Alpen sowieso schon kürzere Vegetationsperiode wird noch kürzer.

Manche Wintersportorte bauen zwar keine neuen Liftanlagen mehr, erhöhen aber die Kapazität der bestehenden, die Pisten werden immer voller und gefährlicher, manche weichen in die "unberührte Natur" aus, stören damit das Wild, das sich in die sowieso schon schwer geschädigten Bergwälder zurückzieht und dort
durch Verbißschäden noch mehr Schäden anrichtet.
Überlegen Sie auch in der Schule Ihren Kindern Winterferien ohne Skikurs anzuregen.
Wer trotzdem auf das Skifahren nicht verzichten möchte oder kann, sollte zuminderst auf solche Wintersportorte ausweichen, die sich dem sanften Tourismus verschrieben haben.
Schon der Verzicht auf das Auto könnte etwas bewirken!
Die Anfahrt mit der Bahn ist oft gemütlicher, besonders bei der Heimfahrt.

Deshalb:

  •  auch mal auf das Auto verzichten
  •  Orte mit Schutzprogrammen bevorzugen
  •  auch mal auf das Skifahren verzichten

Ihr Bund Naturschutz  Orts- und Kreisgruppe Erding