Umwelttipp für August: Wenn die Zwetschgendatschi blühen

So bezeichnete einmal ein Münchner Schriftsteller diese Zeit. Jetzt haben die Völker der Wespen und Hummeln ihre größte Stärke erreicht, es wird nur mehr die letzte Brut aufgezogen, wozu noch Eiweiß, also Raupen und Läuse gefüttert werden. Dann beginnt das große Schmausen, an allem was süß ist. Dann werden auch vorher verborgene Nester entdeckt und das große Geschrei beginnt:
"Die müssen weg !!"

Gibt es auch noch irgendwo Kinder, beginnt die große Panik, zu der jedoch keinerlei Anlass ist. Wespen sind zwar nicht so streng geschützt wie Hornissen, aber auch sie sind ein Teil der Natur. Von selbst sind Wespen und, schon gar nicht die so gefürchteten Hornissen, aggressiv, nur wenn sie sich bedroht fühlen. Das kann man  auch Kindern erklären. Etwas Abstand halten  und ruhige Bewegungen - dann kann man sich gut arrangieren.
Denn alle Wespen und Hornissen eines Volkes sterben im Herbst, nur die Königin überlebt irgendwo im Boden. Nach einigen Nachtfrösten kann man gefahrlos das Nest entfernen und vielleicht den faszinierenden Aufbau betrachten (auch etwas für Kinder) Denn zweimal brüten diese Tiere nicht im selben Nest. Die Hummeln haben ihre Nester im /am  Boden, auch hier überlebt nur die Königin. Allein bei den Bienen überleben die Völker.
Gönnen wir ihnen also ihre letzten Lebenswochen - und teilen auch einmal einen Zwetschgendatschi mit ihnen.
Ihr Bund Naturschutz Erding