Ortsgruppe Erding

Die Kreisstadt Erding liegt am Rande der Münchner Schotterebene. Die Sempt durchfließt sie von Süd nach Nord. Die Umgebung ist geprägt von intensiver Landwirtschaft, vorwiegend Mais und Getreideanbau. Der Bau des Flughafen München II bewirkte einen fortschreitenden Siedlungs und Straßenbau auf Kosten der Natur.
 Teile des Landschaftsschutzgebietes Sempttal gehören zum Stadtgebiet.
 1984 wurde die Ortsgruppe Erding gegründet. Sie hat z.Zt. ca. 1886 Mitglieder und Förderer. Hauptaufgaben sind Stellungnahmen zu Bebauungsplänen und der Amphibienschutz.
  Geplante Projekte sind die Bachpatenschaft für das Schollbächlein und der Wiederaufbau einer Kindergruppe.

Vorstandschaft

Ortsgruppenvorsitzender:
Norbert Hufschmid
08122/5187

Stammtischtermine

Unsere Termine für 2019:

16.1. / 13.2. / 13.3. / 8.5. / 12.6. / 10.7. / 11.9. / 9.10. / 13.11. / 11.12.

jeweils 20.00 Uhr, zu Gast in den Büros des Palliativ Teams Erding (Erding, Katharina-Fischer-Platz 1).

Herzlich willkommen!


Baumschutz ist Menschenschutz

Einen guten Einblick in die Rolle von Bäumen im Siedlungsgebiet, ihre Pflege und Schutz gab jetzt das BN-Seminar zum Thema Baumschutz in Bernried, bei dem BN-Mitglied Sascha Alexander für die Ortsgruppe Erding dabei war.

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Herbstzug am Ismaninger Speichersee

Jedes Jahr machen sich Millionen Vögel auf die gefährliche Reise in ihre Winterquartiere. Diese liegen jedoch nicht nur im fernen Afrika, sondern auch vor der Haustür. Auf der BN-Exkursion erhielten die Teilnehmer jetzt einen Einblick in die Welt der Rast- und Zugvögel.

Bei herrlichem Sonnenschein und Windstille ging es kürzlich zum Ismaninger Speichersee. BN-Experte Sascha Alexander erläuterte den Teilnehmern verschiedenen Formen des Vogelzugs, die Ziele und Gefahren auf dem Weg ins Winterquartier sowie die faszinierenden Fähigkeiten der Vögel, dank derer sie bei Tag und vor allem bei Nacht ihren Weg finden. Beobachten lässt sich dieses einmalige Spektakel am Ismaninger Speichersee. Dieser ist seit Jahrzehnten von großer Bedeutung für den Vogelzug und gehört als „Ramsar“-Gebiet auch zu den international besonders schützenswerten Feuchtgebieten. Große Anziehungskraft besitzt das Gewässer insbesondere für Wasservögel. So bilden die angrenzenden ehemaligen Fischteiche ein wichtiges Brutgebiet im Sommer. Vor allem aber ist das Gebiet einer der wichtigsten Mauser-, Rast- und Überwinterungsplätze Süddeutschlands. Die Vögel stammen sowohl aus Bayern und den angrenzende Regionen, als auch Nord- und Osteuropa. Viele Vögel legen dafür alljährlich tausende Kilometer zurück, um hier zu verweilen oder nach einer Stärkung in ihre fernen Brut- bzw. Überwinterungsgebiete weiterzufliegen.  

Auf der BN-Exkursion gab es dann auch viel zu entdecken. Besonders stark vertreten waren an diesem Tag die Haubentaucher (über 100!). Fernen fanden sich größere Trupps an Reiherenten, Kolbenenten, Blässhühnern, einzelne Krick- und Tafelenten, Lachmöwen, Kormorane, Höckerschwäne und Silberreiher. Zugleich war es immer wieder spannend, Himmel und Hecken nach rastenden und durchziehende Vögeln abzusuchen. So zeigte beispielsweise der in Afrika überwinternde Baumfalke seine Flugkünste, Drosseln flogen zielstrebig in Richtung Südwest, mit Endziel Frankreich und Spanien, und das warme Wetter animierte noch einmal Zilp Zalp und Stieglitz zu leisem Gesang. Dass der Speichersee nicht nur ein Rückzugsgebiet für Vögel ist, zeigten die zahlreichen Libellen, Frösche und Fischschwärme. Und auch Wildblumen finden auf den extensiv genutzten Dämmen noch einen Lebensraum. So duftet es nach Thymian und Bocksdorn, Wundklee und Kartäusernelke warben mit ihren letzten Blüten um die Gunst der Bienen.  

Jetzt schon einmal vormerken: Im Frühling 2019 wird es wieder die beliebte Vogelstimmenwanderung mit Sascha Alexander geben!    

Es gibt keinen Planeten B

BU: v. l.: Sabine Lanzner (BN ED), Markus Scheuermann (Bezirksrat Niederbayern), Toni Hofreiter (MdB, Grüne, Fraktionsvorsitzender), Pauline Sammler (BN ED), Rosi Steinberger (MdL, Grüne), Axel Klemmer (BN ED), nicht im Bild: Fotograf Dietmar Enderlein (BN ED)

Eine kleine Gruppe der OG Erding informierte sich am Mo. 1. 10.2018 in Landshut beim Vortrag von Toni Hoftreiter "Es gibt keinen Planeten B" zu den aktuellen Themen im Kimaschutz und natürlich auch zur anstehenden Landtagswahl. Solche Termine sind immer wieder motivierend unseren Kampf für die Umwelt weiterzuführen!

 

 

Wir haben es satt

Bündnis aus Bauern, Naturschutz und Zivilgesellschaft für eine andere Agrarpolitik

Bereits zum achten Mal fand heuer in Berlin parallel zur Grünen Woche die Demonstration „Wir haben es satt!“ statt. Mit 33.000 Teilnehmern, protestierten mehr Menschen denn je gegen industrielle Tierhaltung, Gentechnik im Essen und die immer stärker werdende Marktmacht von Agrar- und Lebensmittelkonzernen. Die Demonstration wurde von über 160 Traktoren auch aus Bayern an der Spitze angeführt. Über 500 Menschen kamen allein mit Bussen des BUND Naturschutz aus Bayern in die Hauptstadt, darunter Mitglieder der Ortsgruppe Erding.

Es ist beeindruckend zu erleben, wie viele Menschen mittlerweile aus ganz unterschiedlichen Vereinen und über 100 Organisationen zusammenkommen, um sich gemeinsam und friedlich für die Agrarwende und Tierwohl einzusetzen. Darunter der Bund Naturschutz, NABU, Die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft, Der Deutsche Tierschutzbund, Brot für die Welt, MISEREOR und Greenpeace. Die Großdemonstration richtet sich gegen die Agrarindustrie, nicht aber gegen Landwirte. Vielmehr demonstrieren viele konventionelle und Öko-Bauern auch im achten Jahr im Schulterschluss mit Lebensmittelhandwerkern und der Zivilgesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bund Naturschutz:
bund-naturschutz.de/pressemitteilungen/wir-haben-es-satt

Vorstandschaft Neuwahl 2015

von links nach rechts:
1.Vorsitzender Norbert Hufschmid; Beisitzer Lutz Bierl; stellv. Vorsitzender Stephan Treffler. Beisitzer Gerd Gaumer; und Beisitzer Robert Brockl. Nicht auf dem Bild ist Kassiererin Helga Bierl.