Ortsgruppe Taufkirchen

Die Ortsgruppe Taufkirchen - Holzland ist die flächenmäßig größte Ortsgruppe im Landkreis.
Sie liegt im Tertiären Hügelland und umfaßt außer der Großgemeinde Taufkirchen noch die Gemeinden Hohenpolding, Kirchberg, Steinkirchen und Inning am Holz. Zahlreiche, teilweise noch naturnahe, mäandernde Bäche entspringen dort und bilden das Quellgebiet der Großen Vils. Der Name Holzland stimmt allerdings nicht mehr. In den letzten Jahrhunderten wurde viel Wald gerodet und durch Ackerflächen ersetzt.

Die stark hügelige Landschaft ist deshalb sehr erosionsgefährdet. Die 1987 gegründete Ortsgruppe widmet sich deshalb besonders dem Schutz und eventueller Wiederansiedlung gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Zu nennen sind Waldkauz, Fledermäuse, Flußkrebs, Tausendgüldenkraut und Speierling. Die Renaturierung eines alten Vilslaufes war bisher das größte Projekt. Das BN -Mitglied H.Miksch widmet sich besonders der Wiederansiedlung der Münchner Aurikel im NSG Gfällach und des Karlszepters an geeigneten Standorten.

Vorstandschaft

Angelika Kerschbaumer
Bernhard Fries

Angelika Kerschbaumer
Lindenweg 4, 84434 Kirchberg
Tel. 08706/9492113
angelika.kerschbaumer@web.de

Nachruf auf Eckehard Manschek

Der langjährige 1. Vorsitzende unserer Ortsgruppe Taufkirchen-Holzland  Eckehard Manschek ist im Alter von 75 Jahren nach längerer Krankheit verstorben.

Eckehard Manschek wurde in Rostock geboren, seine Mutter betrieb eine Gärtnerei und Baumschule in Mecklenburg. Der “Grüne Daumen” wurde ihm also schon in die Wiege gelegt. Nach der Enteignung seiner Familie und der Rückkehr ins Württembergische Remstal machte er erst eine Gärtnerlehre und studierte dann in Weihenstephan Landespflege. Als Ingenieur verbrachte er sein Berufsleben beim Baureferat der Oberfinanzdirektion München und war u.a. als Baustellenleiter für die Sportplätze im Erdinger Fliegerhorst zuständig.

1966 lernte er seine spätere Frau Christa, die langjährige Vorsitzende des Tierschutzvereins Erding, kennen. Die beiden erwarben 1989 ein 4000 qm großes Grundstück in Moosen, das sie in ein Paradies für Pflanzen und Tiere verwandelten. Am “Tag der offenen Gartentür” konnte man jedes Jahr das herrliche Grundstück mit dem großen ehemaligen Löschteich bewundern.

Bereits seit 1975 war Eckehard Mitglied im Bund Naturschutz. Nach dem Eintritt in den Ruhestand übernahm er den Vorsitz der Ortsgruppe Taufkirchen-Holzland und brachte seinen Sachverstand in diese Arbeit mit ein. Er verfasste Stellungnahmen zu Bauleitplanungen in der Gemeinde, leitete die Ortsgruppe mit großen Engagement. Die jährlichen Jahreshauptversammlungen gaben ein beeindruckendes Zeugnis von den vielfältigen Aktivitäten. Es wurden Ausflüge, Kinderferienprogramme, Vorträge und die Teilnahme an Demos organisiert. Der Kampf gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft war ihm ein besonderes Anliegen.

Die Taufkirchener Schulen erzielten durch den guten Ruf der Ortsgruppe jedes Jahr Spitzenergebnisse
bei der Haus- und Straßensammlung .
Aber er konnte auch hart anpacken, wenn es sein musste. Beim alljährlichen Pflegetermin an der Gfällach war er sicher einer der flinksten und beharrlichsten Arbeiter.

In Taufkirchen bepflanzte die Ortsgruppe mit Hilfe von Schülern den Fahrradweg nach Velden und eine der letzten Trollblumenwiesen im Landkreis in Sillading wurde durch ihren Einsatz gerettet .

Eckehards freundliches Wesen und sein Humor werden uns ganz besonders in Erinnerung bleiben, damit konnte er viele neue Mitstreiter gewinnen und Konflikte bei Kreisgruppensitzungen mit großer Gelassenheit entschärfen.

Wir verlieren mit ihm einen unermüdlichen Kämpfer für die Natur.
Persönlichkeiten wie er gehören leider nicht zu den “nachwachsenden Rohstoffen”.