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Art des Monats - August

Lieblinge der Sommerwiesen - Schmetterlinge

01.08.2026

Die 185 Arten der Tagfalter, die in Deutschland nachgewiesen wurden, sind die unangefochtenen Topstars der Sommerwiesen. Dabei sind sie nur ein sehr kleiner Teil der 3700 hier vorhandenen Schmetterlingsarten. Die allermeisten Schmetterlinge sind Nachtfalter. 

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal von Tag- und Nachtfaltern sind die Fühlerspitzen: bei allen Tagfalterarten sind sie keulenförmig verdickt, bei den Nachtfaltern hingegen meist gefiedert. Es gibt auch sog. „tagaktive Nachtfalter“, wie die Widderchen, manche Spannerarten und das Taubenschwänzchen.

Ein großes Wunder der Natur ist die Metamorphose der Schmetterlinge von der Raupe über die Puppe zum Falter. Fast alle heimischen Falterraupen ernähren sich von Pflanzen. Dabei sind die Raupen mancher Arten auf eine einzige Futter-Art angewiesen (monophag). Daher die kompliziert scheinenden Namen wie Kreuzdorn-Zipfelfalter, Baldrian-Scheckenfalter, Hauhechel-Bläuling, Brombeer-Perlmuttfalter oder Weißklee-Gelbling. Solche Arten sind oft besonders selten und häufig bedroht. Falter, die auf die weitverbreitete Brennnessel als Raupenfutter setzen, sind auch heute noch relativ häufig: Admiral, kleiner Fuchs, Tagpfauenauge und Landkärtchen.

Die erwachsenen (adulten) Falter sind meist nicht so wählerisch, sie besuchen häufig bevorzugt Blüten einer bestimmten Farbe, aber auch Baumsäfte oder (faulende) Früchte können beispielsweise Admiral, Trauermantel und C-Falter anziehen. Auch Tierkadaver oder Kot können ebenso wie mineralreiche Feuchtstellen die Nahrungsquellen für Falter wie Dickkopffalter und Schillerfalter sein. 

Was jede*r für Schmetterlinge tun kann: Im Garten Wildnis zulassen, giftfrei gärtnern und weniger häufig,  bzw. größere Flächen in Abschnitten mähen. In Balkonkästen können einheimische Futterpflanzen - beispielsweise viele Küchenkräuter - gepflanzt werden. Auch die Teilnahme am Monitoring über Apps wie „Obsidentify“ liefern Forschenden wichtige Erkenntnisse. Durch Ihren Mitgliedsbeitrag oder Spenden an den BUND Naturschutz helfen Sie, Lebensräume von Schmetterlingen zu schützen.