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Art des Monats - Juni

Die Heuhupfer

31.05.2026

BUND Naturschutz-Art des Monats Juni: 

Heuschrecken 

In Deutschland wurden knapp 90 Heuschreckenarten nachgewiesen, gut die Hälfte davon stehen auf der roten Liste der bedrohten Arten. 

Die Heuschrecken sind eine Ordnung der Insekten, die weltweit ca. 28 000 Arten umfasst. Sie werden in die Unterordnungen Langfühlerschrecken, mit Fühlern, die deutlich länger sind als der Körper, und Kurzfühlerschrecken, mit deutlich kürzeren Fühlern, eingeteilt. 

Zu den Langfühlerschrecken gehören die weit bekannte Feldgrille oder das grüne Heupferd. Sie sind in der Regel „omnivor“, d.h. sie fressen sowohl Pflanzen(-teile) als auch Tiere – in der Regel andere, kleinere Schrecken oder Insekten.

Zu den Kurzfühlerschrecken gehören die Grashüpfer oder die beiden besonders geschützten Arten Rot- und Blauflügelige Ödlandschrecke. Sie ernähren sich in der Regel herbivor, also pflanzenfressend. 

Besonders auffällig sind Heuschrecken durch ihren „Gesang“, der vom Frühjahr bis in den Herbst zu hören ist, und der der Anbahnung der Paarung dient. In der Regel erzeugen die Männchen den Ton durch Reiben der Flügel oder Hinterbeine gegeneinander. Dabei hat jede Art ihren eigene Tonhöhe oder den eigenen Rhythmus, die sich besser als die Optik zur Artbestimmung eignen. Weibliche Tiere kann man leicht durch ihren Legestachel erkennen, der beim grünen Heupferd ca. 2 cm lang ist. Dieser Stachel dient ausschließlich zum Legen der Eier, je nach Art in Erdreich, Pflanzenstängel oder Ähnliches. Er ist keine Gefahr für Menschen oder Tiere.

Heuschrecken sind einerseits wichtige Helfer in der Bekämpfung von Schädlingen in der Landwirtschaft, andererseits sind sie wichtige Nahrung für viele andere Arten. Viele Vogelarten und Kleinsäuger wie Igel, Maulwurf, Mäuse und Hamster sind auf Insekten und damit auch Heuschrecken angewiesen.