Gerade Umweltschützer brauchen Wirtschaftswissen!
Ökologen neigen oft dazu, sich von ökonomischen Themen fernzuhalten. In den vielen Konflikten setzen sie lieber auf Artenkenntnis, Gutachten und Aufklärungsarbeit. Natürlich ist das alles sehr wichtig – meist jedoch gehen die Kämpfe verloren, weil die sogenannten ökonomischen Zwänge zur alles entscheidenden Größe werden. „Wir sehen ja auch die Probleme“, heißt es von Seiten der Wirtschaft, „aber die Arbeitsplätze...!“
Diese Argumente sind in den allermeisten Fällen vorgeschoben. Sich deshalb mit ein paar Grundzügen des „Wirtschaftens“ vertraut zu machen, ist sinnvoll und gar nicht besonders schwer. Wer beispielsweise anerkennt, dass man einen Euro nicht zweimal ausgeben oder dass ein begrenztes System nicht grenzenlos wachsen kann, hat ganz wesentliche Punkte ohnehin schon verstanden.
Der Referent des Abends, Heiner Müller-Ermann, ist Diplomvolkswirt und Sprecher des Landesarbeitskreises Wirtschaft im BUND Naturschutz. Sein Berufsleben hat er als Redakteur beim Bayerischen Rundfunk (Bayern 2) verbracht. Und er war 25 Jahre lang Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Isentalautobahn. Auch dabei ging es maßgeblich um den Vorwurf, die Umweltschützer würden zig-tausend Arbeitsplätze aufs Spiel setzen.





